25/02/2010
Ist es eine hinterm Steuer betrunkene Bischöfin wirklich wert, 8 Minuten, man lasse es sich auf der Zunge zergehen, acht Minuten der Tagesschau in Anspruch zu nehmen? 8 Minuten, das ist mehr als die Hälfte der gesamten Tagesschau. Passiert in der Welt nichts dramatischeres als eine evangelische Bischöfin mit 1,54 Promille?
Ich war geradezu froh, als sie über die Umweltkatastrophe in Italien berichteten.
Dazu dann auch noch 2 Minuten Berichte zu den olympischen Winterspielen.
Insgesamt als 2/3 der wohl sehenswertesten Sendezeit des deutschen Fernsehens für irrelevante Informationen.
Das ist definitiv und unanfechtbar zu viel.
24/02/2010
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
Und Gott sprach: Es werde Licht!
Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern.
Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an besondere Orte, dass man das Trockene sehe. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist.
Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre 15 und seien Lichter an der Feste des Himmels, dass sie scheinen auf die Erde.
Und Gott sprach: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels.
Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art.
Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.
Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.
Am 7. Tag hatte Gott einfach keine Lust mehr. Er legte sich auf seine Kuschelwolke, nahm sich eine Dose Bier, zündete sich eine Zigarette an und dachte sich: “Fuck you, lasst mir meine Ruhe.”
23/02/2010
Der Tod tanzte. Er tanzte die ganze Nacht und den ganzen Tag. Feierte ein riesiges Fest. Ohne Freunde, versteht sich. Auch ohne Gäste, denn wer will dem Tod schon Gesellschaft leisten. Es gab reichlich Essen, vor allem Fleisch, tote Tiere gab es bei ihm schließlich einige. Und auch wenn manch einer sagt, der Tod wäre Kannibale, stimmt das nicht, zumindest nicht auf diesem Fest. Getränke gab es auch. Rotwein. Blut fand er zu makaber. Und er wollte auch nicht das Klischeedenken bestätigen. Musikalisch war einiges geboten. Freddy Mercury und Michael Jackson durften allerdings nicht performen, er war noch nie Fan dieser überbewerteten Stars gewesen. Dead Man’s Bones waren der Liveact…..wie makaber. …And you will know us by the trail of dead waren natürlich auch mit von der Partie. The Dead Weather, The Horrors oder Marilyn Manson sollten auch nicht unerwähnt bleiben.
Er feierte wirklich lange. So lange, dass er am nächsten Tag nicht auf der Arbeit erschien. An diesem Tag hatten Bestattungsunternehmen ein recht schleppendes Geschäft. Und Edgar Allen Poe sah von oben herab und betrachtete sich das Schauspiel.