22/04/2010
Warum ich mich nicht gerne auf andere als mich selbst verlasse? Weil man sich auf niemanden verlassen kann. Lieber melde ich mich, anstatt darauf zu warten, angerufen zu werden, was dann am Ende sowieso nicht passiert.
Ich sollte mich jetzt vielleicht nicht aufregen, oder ich sollte mich umso mehr aufregen; jedenfalls wurde mir erneut bestätigt, dass auf niemanden Verlass ist.
21/04/2010
Nachdem die schlechte Laune aufgrund eines Anrufs und der wohl besten Nachricht des bisherigen Jahres nahezu verflogen ist, kann man sich auch dem zeitvertreibenden Zeilenfüllen mit sinnfreiem Inhalt widmen. Der Anruf kam von einem alten Freund, der mich/uns auf seinen Geburtstag eingeladen hat. Außerdem sollte er mir noch einen Gruß von Mama ausrichten. Die kleinen dinge, die zählen. Und um das klein zu unterstreichen, habe ich “Dinge” klein geschrieben. Da sieht man mal.
Das Wochenende ist noch nicht verplant, dafür der morgige Abend.
2nd Kunstschlacht im Café Galao. Jeder, der sich auch irgendwie für Kunst oder einfach nur einen netten Abend mit netten Leuten interessiert, sollte sich dort morgen Abend um 2o.oo Uhr einfinden. Danach geht es, befürchte ich, noch in den KK, denn Freitag macht seinem Namen alle Ehre, Uni fällt aus.
Passend zu der guten Laune auch noch gute Musik.
Lightspeed Champion – The Big Guns of Highsmith (leider nur als Liveversion)
21/04/2010
“Und wir, Zweibeiner, Leute, Menschentiere, mit unserm bißchen roten Saft, mit unserm bißchen Wärme und Knochen und Fleisch und Muskel – wir halten das aus. Unsere Verwesung ist beschlossen, unbestechlich, und: Wir pflanzen. Unser Verfall kündigt sich an, unwiderruflich, und: Wir bauen. Unser Verschwinden, unsere Auflösung, unser Nichtsein ist gewiß, ist notiert, unauslöschlich – unser Nicht-mehr-hier-Sein steht unmittelbar bevor, und: Wir sind. Wir sind noch. Wir haben den unfaßbaren Mut: Und sind.
Und der Zufall, der unberechenbare verspielte Gott über uns, der Zufall, der grausame gewaltige Zufall balanciert betrunken auf den Dächern der Welt. Und unter den Dächern sind wir Sorglosen mit unserem unfaßbaren Glauben.
Ein paar Gramm Gehirn versagen, zwei Gramm Rückenmark meutern: und wir sind lahm. Wir sind blöd. Steif. Elend. Aber wir lachen.
Ein paar Herzschläge kommen nicht: Und wir bleiben ohne Erwachen, ohne Morgen. Aber wir schlafen – zuversichtlich. Tief und tierisch getrost.
Ein Muskel, ein Nerv, eine Sehne setzt aus: Wir stürzen. Abgrundtief, endlos. Aber wir fahren, wir fliegen und schwanken breitspurig auf den Planken der Schiffe.
Daß wir so sind – was ist das, du? Daß wir so sein können, daß wir so sein müssen – keine Lippe gibt das frei. Ohne Lösung, ohne Grund, ohne Gestaltist das. Dunkel. Und wir? Wir sind. Sind dennoch, immer noch. Oh, du – wir sind immer noch. Immer noch, du, immer noch.”
-Wolfgang Borchert
Es gab bessere Tage -
20/04/2010
Strahlender Sonnenschein, ein lauer Wind, keine Arbeit. Niemand hat Zeit. Perfekt. Anstatt das Wetter zu genießen, liegt nichts näher, als in seinem Zimmer zu sitzen und Einträge auf einem in letzter Zeit recht wenig besuchten Blog zu veröffentlichen. Wochenende mit Familiengeburtstag liegt in der Vergangenheit, es ist Dienstag und ich bin wirklich nicht sehr motiviert, morgen bis um 16.3o Uhr in der Uni zu sitzen.
Wie man mal wieder sieht, gibt es nichts zu berichten. Ich könnte natürlich wieder sinnlose Dinge posten wie mein heutiges Outfit zu beschreiben oder mich über Leute in der Bahn aufzuregen, aber wen interessiert das schon.