Eigentlich wollte ich irgendetwas Kreatives machen. Kreativ sein ist gut. Jeder kann kreativ sein. Fast jeder ist fest davon überzeugt, kreativ zu sein, was das Ganze wiederum nicht ganz so schön macht. Zumindest jeder, der einen Blog hat, denkt, er/sie sei kreativ. Wenn man einen Blog hat, kann man nämlich gut mit Worten umgehen. Das ist aber eine Lüge. Wenn man in einem Artikel, oder sei es nur einem Kommentar, etliche Rechtschreibfehler findet, dann ist das tatsächlich nicht das, was ich unter “gut mit Worten umgehen” verstehe. Schade, ihr da draußen.
Wie dem auch sei, ich hätte gerne irgendetwas Kreatives gemacht, anstatt mich hier mit Problemfällen der Gesellschaft herumzuschlagen. Das macht zwar auch Spaß, keine Frage, aber in diese Arbeit Kreativität einfließen zu lassen, ist eigentlich unmöglich. Habt ihr schonmal versucht, einem Hartz-IV-Empfänger Kunst schmackhaft zu machen? Nein? Ich schon. Das geht nämlich nicht.
Ich bin nicht sonderlich gut im Schreiben, zwar akzeptabel, wie ich finde, aber es reicht definitiv nicht aus, um mir auch nur irgendetwas davon zu finanzieren (Und sei es die nächste Schachtel Zigaretten).
Zeichnen kann ich nicht. Gut, ich komme über ein Strichmännchen hinaus, und ich kann auch ein Haus besser darstellen als das des Nikolaus, aber um damit irgendetwas anzufangen – nein.
Mit Photoshop kenne ich mich aus. Das ist ziemlich gut. Das Problem ist, dass auch 90 % der restlichen Weltbevölkerung denkt, sie kenne sich mit Photoshop aus. Von daher ist dort auch nichts zu holen.
Manchmal wünsche ich mir dann einfach, in einer früheren Zeit geboren zu sein. Damals, als es noch kein Photoshop gab. Da konnte man Kunst kreieren, oder man konnte es eben nicht. Alles viel einfacher.