Archive of articles classified as' "Allgemein"

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CXL

21/04/2010

“Und wir, Zweibeiner, Leute, Menschentiere, mit unserm bißchen roten Saft, mit unserm bißchen Wärme und Knochen und Fleisch und Muskel – wir halten das aus. Unsere Verwesung ist beschlossen, unbestechlich, und: Wir pflanzen. Unser Verfall kündigt sich an, unwiderruflich, und: Wir bauen. Unser Verschwinden, unsere Auflösung, unser Nichtsein ist gewiß, ist notiert, unauslöschlich – unser Nicht-mehr-hier-Sein steht unmittelbar bevor, und: Wir sind. Wir sind noch. Wir haben den unfaßbaren Mut: Und sind.
Und der Zufall, der unberechenbare verspielte Gott über uns, der Zufall, der grausame gewaltige Zufall balanciert betrunken auf den Dächern der Welt. Und unter den Dächern sind wir Sorglosen mit unserem unfaßbaren Glauben.
Ein paar Gramm Gehirn versagen, zwei Gramm Rückenmark meutern: und wir sind lahm. Wir sind blöd. Steif. Elend. Aber wir lachen.
Ein paar Herzschläge kommen nicht: Und wir bleiben ohne Erwachen, ohne Morgen. Aber wir schlafen – zuversichtlich. Tief und tierisch getrost.
Ein Muskel, ein Nerv, eine Sehne setzt aus: Wir stürzen. Abgrundtief, endlos. Aber wir fahren, wir fliegen und schwanken breitspurig auf den Planken der Schiffe.
Daß wir so sind – was ist das, du? Daß wir so sein können, daß wir so sein müssen – keine Lippe gibt das frei. Ohne Lösung, ohne Grund, ohne Gestaltist das. Dunkel. Und wir? Wir sind. Sind dennoch, immer noch. Oh, du – wir sind immer noch. Immer noch, du, immer noch.”

-Wolfgang Borchert

Es gab bessere Tage -

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CXXXIX

20/04/2010

Strahlender Sonnenschein, ein lauer Wind, keine Arbeit. Niemand hat Zeit. Perfekt. Anstatt das Wetter zu genießen, liegt nichts näher, als in seinem Zimmer zu sitzen und Einträge auf einem in letzter Zeit recht wenig besuchten Blog zu veröffentlichen. Wochenende mit Familiengeburtstag liegt in der Vergangenheit, es ist Dienstag und ich bin wirklich nicht sehr motiviert, morgen bis um 16.3o Uhr in der Uni zu sitzen.
Wie man mal wieder sieht, gibt es nichts zu berichten. Ich könnte natürlich wieder sinnlose Dinge posten wie mein heutiges Outfit zu beschreiben oder mich über Leute in der Bahn aufzuregen, aber wen interessiert das schon.

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CXXXVIII

16/04/2010

Der Tag ging schnell vorbei.
Eineinhalb Stunden Uni, was recht sinnlos war, aber man hat schließlich Anwesenheitspflicht.
Danach Serien über Otten schauen, gefolgt von einem ausgiebigen Mittagsschlaf.

Es ist gepackt, für Opas Geburtstag morgen. Ich bin gespannt.
Jetzt heißt es warten, der Abend wird spektakulär unspektakulär.

Und ich kann nur jedem Empfehlen, mal wieder Duke Ellington auszugraben oder neu für sich zu entdecken.

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CXXXVII

16/04/2010

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