Lumia 800 – professionelle Review

Ich kennen mich mit Technik nicht aus. Deswegen wird diese Review rein subjektiv sein, ich wiederhole, rein subjektiv.
Wenn ihr mir jetzt einreden wollt, wie ich das Lumia eigentlich finden sollte, dann lasst mich einfach in Ruhe und erfreut euch eurer Smartphones.
Ich fange mal mit den positiven Aspekten an:
Das Display ist der helle Wahnsinn. Hell passt in diesem Zusammenhang gut, denn selbst bei Sonneneinstrahlung etcpp. kann man noch alles recht gut erkennen. Es ist klar, scharf und die Farben sind klasse. Das schwarz ist weniger schwarz, sondern eher schwarzschwarzschwarz, was mir persönlich gut gefällt. Dadurch fügt sich das Display auch gut in das restliche Smartphone ein (kein Übergang zwischen Gehäuse und Display). An den Seiten ist es abgerundet, was vor allem der Haptik zu Gute kommt. Das Display ist einfach im Handy drin. Einfach so. Und das ist super. Die Kamera ist, soweit ich das als nicht einmal Hobbyfotograf beurteilen kann, recht gut. 8 MP, Blitz, unzählige Voreinstellungen. Gutes Zeug. (HIER ein Beispielbild mit der Makroeinstellung) Auch an das Betriebssystem (Mango) habe ich mich in geschätzten 15 Minuten gewöhnt. Das spricht vor allem dann für Nokia/Microsoft, wenn man iOS, respektive das am einfachsten zu bedienende Betriebssystem, gewohnt ist. Anwendungen laufen flüssig. Sehr gut.
Außerdem will ich noch das Ladegerät erwähnen, das ziemlich geil aussieht (ok, es ist ein flacher, weißer Zylinder, aber mein Gott…).
Die negativen Aspekte
Zugegeben, die negativen Aspekte überwiegen irgendwie, aber es stellt sich die Frage, ob die Mängel so gravierend sind, dass das Smartphone am Ende negativ bewertet werden muss.
Die Akkulaufzeit ist, wie eigentlich bei jedem anderen Smartphone auch, wünschenswert. Nokia verspricht zwar Abhilfe, aber das nützt mir momentan leider nichts. Mich wundert es, dass ich bisher nirgends etwas zur Wärmeentwicklung gesehen habe. Ich bin nicht der Typ, der übermäßig viele Spiele spielt, aber selbst bei Solitaire ist es schon fast unangenehm, wie warm das Handy wird. Definitiv auch verbesserungswürdig. Der wohl meist diskutierte Aspekt von WP7 sind Push Notifications. Ja, Push Notifications werden größtenteils nicht unterstützt. Tatsächlich beschränken sich Notifications auf Anrufe, SMS, Mails und Whatsapp (Wenn man mal von kostenlosen Funktionen/Apps ausgeht). Eigentlich ist das Display super. Das Problem ist nur, dass man einfach Angst hat, es irgendwie zu berühren, weil man befürchtet, es könnte direkt in tausende Einzelteile zerbrechen. Ebenso ist die Sensitivität sehr niedrig eingestellt – man klickt beim scrollen oft Dinge an, die man nicht anklicken wollte.
Weiteres Manko ist der Marketplace. Die Anzahl der Apps stört mich weniger, ich habe im Grund alles gefunden, das ich brauche, aber wenn ich dann eine App kaufen will, geht das nur mit vorhandener Kreditkarte…ich habe keine Kreditkarte. Die Verbindung zum PC läuft über Zune (ja, dieses dumme Zune, das auch schon vor Jahren dumm war). Nicht so toll. Und auch der Windows Phone 7 Connector, ein Programm, das die Synchronisation mit dem Mac regeln soll, funktioniert erst ab Mac OSX 10.6 (die mit dem Appstore). Schade, denn so kann ich meine Dateien vom Mac nicht synchronisieren.
Fazit oder so:
Ich mags. Ganz einfach. Klar, es gibt Askpekte, die stark verbesserungswürdig sind. Am Anfang dachte ich, dass es mich einschränken würde, dass Pushs nicht funktionieren, aber ganz ehrlich: Wir schauen doch sowieso alle andauernd auf unser Handy. Außerdem werden, wenn man Twitter/Facebook/Konto X verknüpft hat, alle Benachrichtigungen in der “Ich Tile” angezeigt. Deswegen: Keine Pushs sind zwar blöd, aber nicht weiter tragisch.





