nihilistischer Gedanke
Das Leben zog seine bahnen. Mit ihm und ohne ihn. Einfach so weiter. Immer voran, keine Pause, gogogo. Aber das machte ihm recht wenig aus. Er scherte sich einen Dreck darum. Deswegen steckte er sich erst einmal seine Zigarette an, nahm seinen Kaffee, mit Milch und ohne Zucker, und stellte sich auf den Balkon.
Hinter ihm stieg der Rauch auf. Flammen züngelten aus der Balkontür ins Freie.
Nichts überstürzen, dachte er sich, und zog genüsslich an seiner Zigarette, während unten blaue Lichter blinkten.
misanthropischer Gedanke
Er schaute auf die Uhr. Zu viel Zeit für seinen Geschmack. Es dauerte ihm alles viel zu lange.
Er lies den Motor an und fuhr langsam los. Nach fünfzig metern sah er im Rückspiegel, wie die Tür aufgestoßen wurde und drei maskierte Männer herausrannten.
Er hasste Unpünktlichkeit. Sieben Minuten, das hatten sie ausgemacht. Nicht sieben Minuten und zwanzig Sekunden.
Er hob zum Abschied die Hand, während hinter ihm drei Männer in Blutfontänen untergingen.
Disziplin, Freunde, Disziplin.
Kaum in Kaiserslautern, schon will ich wieder zurück ins Ländle.
Gestern war Altstadtfest. So wie Freitag und heute auch aber gestern Abend war ich dort (genauso wie heute mittag).
Jedenfalls wurde ich direkt von angetrunkenen Idioten dumm angemacht, wie ich denn aussehen würde.
“Was ist da auf deiner Brust?” “Ein Tattoo.” “Zeig her.” “Nein.” “Uah, bist du schwul.”
Was soll man da noch sagen.
Positive Effekte des Abends: Viele Komplimente zu den neuen Schuhen.
Alte Leute wieder getroffen, und mit dem Lieblingsmenschen hier weggehen.
Nachdem dann also genügend Alkohol getankt war, und es war wirklich genügend, kam die Aktion des Abends:
Der klägliche Versuch, über einen Zaun zu springen.
Leider blieb ich mit einem Fuß hängen, und kam wirklich unschön auf dem Boden auf.
Zeugenberichte sagen aus: “Eyyyy, das sah voll episch aus, als wärst du einfach so vom Himmel gefallen!”
Auch wenn das gut aussah, sind die Folgen eher weniger beschaulich.
Ich habe zwar noch keinen Arzt aufgesucht, aber ich gehe davon aus, dass meine linke Schulter geprellt ist (was ich weiß, weil meine rechte auch schon geprellt war und es sich genauso anfühlt), mein rechtes Handgelenk verstaucht, einige Schürfwunden an Händen, Knien und am Kinn.
Das am Kinn ist mehr oder weniger das schlimmste, da es aussieht, als hätte ich Essensreste am Kinn kleben.
Nach einer demnach nicht wirklich guten Nacht heute morgen/mittag dann wieder aufs Fest, denn Papa spielte mit seiner Band.
Mehr schlecht als recht, was aber definitiv nicht an ihm lag, denn er weiß, wie man es macht.
Nach langen Stunden dann noch griechisch Essen und heimfahren.
Bis morgen sollte ich wieder fit sein, dann geht die Arbeit wieder los.
Ich bin also wieder in Kaiserslautern angekommen.
Nach einer Woche Urlaub geht es nächste Woche weiter mit der Arbeit. Freude.
Da während der Zeit in Stuttgart Geld kam, musste dieses natürlich unverzüglich in allerlei Dinge, die man nicht unbedingt braucht, investiert werden.
So zum Beispiel in einen Notebookständer und eine seperate Tastatur, auf dem Bild unten zu bewundern.*
Da mich meine geliebten Zarastiefel mit einem Loch an der Ferse im Stich lassen, mussten auch neue Schuhe her, die, aufgrund des Schlussverkaufs, runtergesetzt waren. Wunderbar.


Außerdem gab es noch neue Hosen und eine schwarze Sonnenbrille.
So, genug.
Ich werde mir später NICHT das Fußballspiel anschauen, sondern mich lieber auf die selbstgemachten Hamburger danach freuen, und heute Abend dann der netten Stadt Kaiserslautern einen Besuch abstatten, denn momentan ist Altstadtfest ,was eigentlich immer ganz nett ist.
*Mein WordPress-Upload funktioniert nicht (HTTP Fehler).
Weißt zufällig jemand eine Lösung?
Kotze. Mochte ich nie. Wirklich nicht. Selbst bei meinen besten Freunden, an denen ich ja sonst alles mochte. Die Mischung aus zerkautem Essen, Magensaft und wahlweise alkoholischen Flüssigkeiten. Schnaps 3. Mit Bier runterspülen. Ich fand es immer erbärmlich, wenn Leute kotzten. Sie sahen so lächerlich aus, wenn sie vorn übergebeugt und keuchend über einer giftig aussehenden Lache Mageninhalts hingen. Dazu einen hochroten Kopf und Tränen in den Augen. Vollgekotzte Schuhe. Vollgereiherte Klamotten. Ob Reiher reihern? Schnaps 5. Mit Bier runterspülen. Noch schlimmer war das bei Frauen. Die sahen noch schlimmer aus. Von Männern war man schließlich einiges gewohnt. Wenn dann aber eine blonde, langbeinige Schönheit mit Glitzerkleid und hochhackigen Schuhen so in der Ecke stand, fand ich das immer etwas weltfremd. Schnaps 8. Mit Bier runterspülen. Auch die Geräusche dabei, dieses widerliche Würgen, dieses röcheln und husten, das hörte sich alles nicht sehr wohlklingend an. Keine Musik in meinen Ohren. Schnaps 10. Mit Bier runterspülen. Das schlimmste war aber die Prahlerei. „Gestern war ich so voll, dass ich gekotzt hab. Danach dann weitergetrunken.“ Applaus, traurige Welt, Applaus. Schnaps 13. Mit Bier runterspülen. Mir wurde komisch. Ich glaube, ich muss kotzen.